Zao Fuchs-Dorf – Radtour durch Japan Teil 16

Nun stand unsere Weiterreise gen Süden an! Von Sendai 仙台 aus fuhren wir zunächst nach Shiroishi 白石.

Die kleine Stadt war das Tor zu unserem heutigen Ziel: das Fuchsdorf Zao 蔵王 キツネ村. Und ja, es ist buchstäblich ein „Dorf“ voller Füchse! Grund genug für uns, diesem Ort einen Besuch abzustatten. Denn auch uns plagt schon seither eine der größten Fragen des Lebens: „What does the fox say?“

 

Anreise

Shiroishi ist von Sendai mit dem Zug nur einen Katzensprung entfernt (50 Minuten) und auch von Tokio 東京 leicht zu erreichen (ca. 2,5 Stunden).

Auf Wiedersehen, Sendai!

Von dort aus kann man mit dem Bus, einem Taxi oder per Mietwagen direkt zum Fuchsdorf fahren. Auf der Internetseite des Dorfes gibt es zu den Busverbindungen noch weitere Informationen. Entweder muss man seine Tour nämlich reservieren oder man fährt dienstags oder freitags mit dem Linienbus.

Wir sind dagegen mit unseren Fahrrädern zum Fuchsdorf gefahren. Und ehrlich gesagt, kann ich das nicht empfehlen. Das Dorf liegt mitten auf einem Berg, es war brütend heiß (ok, das ist natürlich variabel) und es war einfach furchtbar anstrengend! Um das mal zu verdeutlichen: wir haben ca. 3 Stunden bis nach oben gebraucht (und das ist wahrscheinlich sehr langsam… aber es war echt heiß und ich brauchte (viele) Pausen!) und nur 40 Minuten um wieder nach unten zu fahren (dafür mussten wir auch nicht einmal treten. Der Todesberg aus der Hölle ist sehr steil)!

Immerhin ist der Weg nach oben sehr hübsch, und wir konnten schwitzend die tolle Aussicht genießen. Da ich allerdings auf dem Weg nach oben zu fertig und nach unten viel zu schnell war, habe ich leider keine Fotos geschossen…

…stattdessen gibt es ein Selfie! ( ̄▽ ̄;)

 

Streichelzoo à la Fuchs

Endlich oben angekommen fackelten wir nicht mehr lang, schlossen unsere Räder auf dem Parkplatz ab und zahlten unsere 1000 Yen (ca. 7,50 Euro) Eintritt. Im Eingangsbereich wurden wir mit den Verhaltensregeln für unseren Besuch vertraut gemacht. Überall im Park hängen zusätzlich bebilderte Regeln, die auch ohne Japanischkenntnisse leicht zu verstehen sind. Prinzipiell galt: „Wir haften für nichts, viel Spaß“.

Für weitere 100 Yen (ca. 0,75 Euro) konnte man außerdem Futter für die Füchse kaufen.

Der Fuchs erwartet mehr Futter!

Der erste Bereich des Tierparks ist eine Art Streichelzoo. Die Füchse werden hier in Käfigen gehalten oder sind angebunden. Man darf sie allerdings nicht ohne Genehmigung anfassen. Da Marcel und ich davon aber nicht so die Fans sind, haben wir uns dagegen entschieden, die Füchse zu streicheln. Daher kann ich zu dem Ablauf nicht so genau was schreiben. Wir haben nur gesehen, dass die Gäste Schutzkleidung bekommen haben und ihnen die Füchse zum „Kuscheln“ auf den Schoß gesetzt worden sind. Ich kenne mich mit der Thematik nicht gut genug aus um beurteilen zu können, ob das für die Füchse okay ist, oder nicht. Sicherheitshalber habe ich es dann lieber bleiben lassen, auch wenn die Füchse wirklich extrem süß waren.

Neben den Füchsen gab es in diesem Bereich auch Ziegen, Kaninchen, Meerschweinchen und auch Ponys.

 

Ein Meer aus rotem Flausch

Etwas versteckt befand sich eine Tür zum nächsten Bereich, die den Weg in ein großes Waldgebiet öffnete, in dem die Füchse frei herum laufen! Auch hier waren wieder viele Schilder zu sehen, die einem Hinweise zum richtigen Verhalten geben.

Neben den vielen roten Füchsen, gab es auch noch andere Farben zu entdecken! Dieser hier hat platinfarbenes Fell.

Die Füchse (es gibt übrigens sechs verschiedene Arten zu entdecken) können hier beobachtet, fotografiert und auch gefüttert werden. Es sind allerdings immer noch wilde Tiere, und allzu nah würde ich ihnen nicht kommen. Einige beißen sogar – steht zumindest auf den Schildern. Gesehen habe ich das glücklichweise nicht und die meisten erschienen mir sehr freundlich!

Viele der Tiere schliefen oder ruhten sich aus (perfekt zum Fotografieren!) Es gab auch kleine Häuser, in denen es sich die Füchse gemütlich machten. Der obligatorische Fuchsschrein darf natürlich auch nicht fehlen.

Auf das Foto bin ich sogar ein bisschen stolz 🖤

Einige der Tiere spielten oder kämpfen miteinander, und es machte Spaß ihnen dabei zuzusehen. Teilweise waren sie richtig laut dabei, aber irgendwie klangen sie für mich die ganze Zeit einfach nur niedlich.

 

Fazit

Ich habe gemischte Gefühle, was unseren Besuch dort betrifft. Im Streichelzoo taten mir die Tiere irgendwie leid. Wie ich oben aber bereits geschrieben habe, weiß ich nicht, ob das in Ordnung ist, die Tiere den Gästen dort zum Streicheln auf den Schoß zu setzen oder nicht. Ich bin also nicht wirklich dafür geeignet, das richtig einschätzen zu können.

Der Bereich, in dem die Füchse frei rumlaufen durften, hat mir allerdings echt gut gefallen! Glücklicherweise ist das auch der größte Part des Dorfes, und dank all der Schilder werden die Gäste immer wieder darauf aufmerksam gemacht, den Füchsen nicht zu nahe zu kommen.

Die Tiere waren unglaublich süß und ich habe ungefähr tausend Bilder geschossen, weil sie mir immer wieder Anlass zum erneuten Abdrücken gegeben haben!

Eine uneingeschränkte Empfehlung kann ich aber nicht geben. Ich denke, jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er einen Besuch zum Fuchsdorf in Erwägung ziehen möchte (oder derjenige kann besser einschätzen als ich, ob die Haltung tierfreundlich genug ist).

3 Kommentare

  1. Debstep
    21. November 2017 / 22:36

    oh mein gott.. die füchse hätte ich auch gerne live gesehen!! die sehen so kuschelig aus 🙂

    und wo ich gerade dabei bin.. schön immer wieder von euch zu hören! und nach all den bergen bekomme ich langsam das gefühl, dass du mit mega muskeln in den beinen zurück kommen wirst 😂

    ganz viel spaß euch weiterhin!!

    • Tiffany ティファニー
      Autor
      24. November 2017 / 9:51

      Ja! Ich wollte auch unbedingt dorthin um mir die Füchse anzuschauen. Sie waren son süß!

      Ich habe zumindest immer den Muskelkater des Todes. Ich glaube, dass ich zumindest schon etwas trainierter bin. Zumindest kann ich die meisten Berge mittlerweile recht schnell erklimmen 😅 Jetzt muss ich nur noch darauf achten, dass all die Muskeln auch noch nach der Radtour bleiben xD

      Danke ❤️

      • Schlomo
        24. November 2017 / 20:20

        Würdest du den Fuji jetzt in kürzerer Zeit hochkommen? 😀

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.