Insel Ishigaki – Roadtrip zu verlassenen Stränden, türkisblauen Buchten und einem Park voller Affen

Die Insel Ishigaki 石垣市 gehört zu den Yaeyama Inseln 八重山諸島. Sie ist von der Hauptinsel Okinawa 沖縄 weiter entfernt als von Taiwan.

Ishigaki beherbergt wunderschöne Strände, atemberaubende Buchten und einzigartige Naturerlebnisse.

 

Anreise

Da wir die Insel nur für einen Tag erkunden wollten, sind wir bereits früh morgens vom Flughafen in Naha 那覇 auf Okinawa nach Ishigaki geflogen. Der Flug dauerte nur 50 Minuten und um 8:35 Uhr sind wir auf der südlich gelegenen Insel gelandet.

Übrigens kann man die Yaeyama Inseln ausschließlich mit dem Flugzeug erreichen.

Geplant war ein Roadtrip mit einem Mietwagen. Wir haben uns vorher im Internet schon für ein Auto der Vermietung Orix entschieden, die nicht weit vom Flughafen entfernt zu finden ist.

Um möglichst viel von Ishigaki sehen zu können, empfiehlt es sich mit einem Auto die Insel zu erkunden, da die Busse nicht regelmäßig fahren und nicht alle Sehenswürdigkeiten ansteuern.

Netterweise hat uns die Vermietung mit einem kleinen Bus direkt vom Flughafen abgeholt und zu unserem Mietwagen gefahren. Nach der Einweisung ging es dann auch gleich schon los!

 

Der einsame, namenlose Strand

Unser erstes Ziel lag im Norden der Insel und so fuhren wir erstmal eine Weile vom Flughafen aus.

Auf unserem Weg dorthin sind wir direkt an der Küste entlang gefahren und haben plötzlich einen wunderschönen Strand entdecken können. Wir wussten sofort: Da wollen wir unbedingt hin!

Es hat etwas gedauert, bis wir einen kleinen Zugang durch das Dickicht zum Strand finden konnten. Einen Parkplatz gab es nicht und so hielten wir einfach direkt am Straßenrand.

Niemand war an diesem wunderschönen Strand und so konnten wir ihn ganz in Ruhe erkunden.

Es gab viele kleinere und größere Höhlen. Einige von ihnen waren auch miteinander verbunden und führten zu versteckten Bereichen des Strandes.

Während wir alles erkundet haben, haben wir uns wie kleine Abenteurer gefühlt. Es hat wirklich Spaß gemacht und das war unser liebster Strand der ganzen Präfektur.

Übrigens haben wir den Strand danach auf Google Maps gesucht und er hat keinen Namen. Hier ist einmal der Eingang direkt markiert:

Kurzer Zwischenstopp am Sunset Beach

Danach steuerten wir unser erstes geplantes Ziel an: Sunset Beach サンセットビーチ.

Im Gegensatz zu unserem gerade entdeckten Strand, gab es hier einen kostenpflichtigen Parkplatz und einige Besucher.

Der Strand ist schön und gut geeignet zum Schwimmen und Schnorcheln. Da wir jedoch am Vortag erst am Strand Aharen 阿波連ビーチ Schnorcheln waren, und uns dabei einen fetten Sonnenbrand geholt hatten, wollten wir nun nicht unbedingt schon erneut ins Wasser abtauchen. Deswegen entschlossen wir uns nach einem kurzen Besuch weiterzureisen.

 

Tolle Aussicht am Kap Hirakubozaki

An der Nordspitze der Insel liegt das Kap Hirakubozaki 平久保崎.

Es führt nur eine Straße zu diesem Ort. Vom Kap aus hat man eine tolle Aussicht auf das Meer und auf die umliegenden Inseln. Es ist umringt von grünen Hügeln, die man besteigen kann, um von noch weiter oben einen noch besseren Ausblick zu haben.

Außerdem gibt es noch einen kleinen weißen Leuchtturm, zu dem ein malerischer Weg führt.

Der Ausblick hat mich ein wenig an Nordeutschland erinnert. Auch wenn das Wasser hier nicht so tiefblau ist, sondern mit unterschiedlichen Farbtönen aufwartet. Schätze, das liegt am Leuchtturm.

 

Mit dem Glasboot auf der Suche nach Meeresbewohnern

Als nächstes fuhren wir zur Bucht Kabira Bay 川平湾. Das Schwimmen in der Bucht ist untersagt. Stattdessen kann man sich ein Ticket für eine Fahrt mit einem Glasboot kaufen.

Nachdem wir bezahlt hatten, gingen wir hinunter zur Bucht, wo wir schon die ganzen Boote sehen konnten.

In der Mitte des Bootes befand sich großes Glasfenster, durch das wir die Korallen und Fische während der Fahrt beobachten konnten.

Die Fahrt hat viel Spaß gemacht und wir konnten viele verschiedene Meeresbewohner sehen.

Außerdem war das Wasser atemberaubend. Obwohl in Okinawa überall tolle Strände zu finden sind, habe ich noch nie so schönes Wasser wie an diesem Ort gesehen.

 

Totenkopfäffchen hautnah

Unser letzter Stop an dem Tag war der Themenpark Yaimamura やいま村.

In dem Park kann man viele alte Häuser betrachten und sich so einen Eindruck vom damaligen Leben der Einwohner machen. Nebenher kann man der traditionellen Musik aus Okinawa lauschen, die wunderschön im Einklang mit der Kulisse steht.

Außerdem kann man sich einige Mangroven, die hier auf den Yaeyama Inseln wachsen, anschauen.

Da uns die Hitze allerdings schon etwas fertig gemacht hat, wollten wir schleunigst zur Hauptattraktion des Parks: den Totenkopfäffchen!

Die Äffchen waren sehr süß und verspielt. Totenkopfäffchen sind meine Lieblingstiere und ich war so glücklich sie zu sehen! Man ist umringt von ihnen und sie klettern und springen auch auf einen drauf. Außerdem kann man auch etwas Futter für sie kaufen (mit etwas Anderem sollte man die Tiere nicht füttern).

Und dann passierte es. Irgendein Äffchen hat mich angekackt. Ich hab das vor allem erst sehr spät gemerkt (abends im Hotel, als ich mich umziehen wollte) und dadurch hab ich die Flecken nicht mehr rausbekommen. Natürlich kann sowas passieren, aber ich rate jedem: ZIEHT KEIN WEIẞES T-SHIRT AN!

Tja, ich schätze, normalerweise sollte man sowas auch wissen. ٩( ᐛ )و

 

Ab ins Hotel

Danach haben wir unseren Roadtrip beendet, das Auto volltanken lassen, und sind in unser Hotel nahe des Hafens in der Stadt Ishigaki gefahren.

Das Gute: Hier befindet sich auch eine Zweigstelle der Autovermietung Orix, weshalb wir unser Auto in der Stadt Ishigaki abgeben konnten, und nicht direkt zum Flughafen zurück mussten!

Im Hotel haben wir den Tag dann gemütlich ausklingen lassen, da wir am nächsten Tag wieder pünktlich aus den Federn wollten, um die größte der Yaeyama Inseln zu erkunden: Iriomote 西表.

 

Fazit

Ishigaki eignet sich prima dafür mit dem Auto umrundet zu werden – den Bus würde ich nicht nehmen, da der zu unregelmäßig fährt. Alle hier aufgelisteten Sehenswürdigkeiten haben wir locker geschafft und konnten nachmittags im Hotel einchecken.

Die Insel ist auf jeden Fall für Naturliebhaber geeignet, da es hier so viel zu entdecken gibt. Gleichzeitig kann man es sich auch an den verschiedenen Stränden gut gehen lassen und einfach ein wenig am Meer entspannen.

Wenn ich keinen Sonnenbrand gehabt hätte, wäre ich auch hier gerne noch einmal Schnorcheln gegangen. Die Insel und die Strände sind nicht so überlaufen wie auf der Hauptinsel Okinawa und das Wasser sah so schön und klar aus.

Am besten hat mir der namenlose Strand gefallen. Am liebsten entdecke ich eben auf eigene Faust neue Orte!

5 Kommentare

  1. Mama
    19. Juli 2017 / 20:21

    Gefällt mir sehr gut euer toller Ausflug 🙊👍👎💕

  2. Mama
    19. Juli 2017 / 20:22

    Ups der 👎sollte nicht sein 😀🤗

  3. Andre
    19. Juli 2017 / 20:42

    Tolles Foto! =D
    Klingt auch alles echt gut.

    Ja, das weiße T-Shirt wird sicherlich noch ein paar Andenken mitnehmen. xD

  4. Schlomo
    19. Juli 2017 / 22:20

    Schönes Foto von euch <3
    Und der Fleck geht nicht mal mehr raus? xD

    • Marcel マルセル
      20. Juli 2017 / 0:42

      Nach mehreren Behandlungen ist er schon deutlich blasser geworden, aber noch immer sehr hartnäckig! Vielleicht klappt es ja irgendwann noch. 😁

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