Abschied 2.0

In meinem letzten Beitrag hatte ich bereits erwähnt, dass Marcel und ich Besuch aus Deutschland bekommen. Deswegen sind wir am 21. August aus unserem winzigen Zimmer am Rande von Tokio 東京 ausgezogen und mit dem Fahrrad zur neuen gemeinsamen Bleibe gefahren.

Unsere neue Unterkunft lag mitten im schillernden Stadtteil Shinjuku 新宿, von dem aus wir die restliche Zeit des Monats zusammen mit unserem Besuch verbracht haben.

Die Wohnung war bisher auf jeden Fall die luxuriöseste von allen. Gönnt euch den Ausblick:

Aussicht auf Shinjuku aus dem 11. Stock

Die Internetverbindung war hingegen alles andere als glamourös – besonders zum Schreien, wenn das Game of Thrones-Staffelfinale auf einen wartet! (Irgendwann sind wir dann aber auch in den Genuss gekommen es zu schauen~)

Unsere gemeinsame Zeit war sehr schön und wir haben viel unternommen (hatte ich auch bitter nötig, nachdem ich drei Wochen komatös im Bett rumlag und Videospiele gedaddelt habe). Das meiste davon kannten Marcel und ich zwar schon durch unsere bisherigen Japanbesuche, aber es machte dennoch viel Spaß, erneut durch die überfüllten Straßen zu schlendern und unseren Freunden ein paar unserer Lieblingssehenswürdigkeiten zu zeigen.

Wir haben uns in der Zeit auch noch mit einer anderen Freundin, die wir ebenfalls aus Deutschland kennen und die mittlerweile in Tokio lebt, getroffen. Außerdem sind wir mit einem weiteren Freund, der letztes Jahr per Working Holiday-Visum hergekommen ist, Grillen gewesen.

Barbecue auf dem Dach

Grillen in Tokio funktioniert übrigens etwas anders: In Deutschland grillen die meisten Leute ja schlicht und einfach im eigenen Garten, auf dem Balkon oder im Park. In Tokio gibt es aber kaum Privilegierte mit einem eigenen Rasen oder einem großen Balkon (diese reichen gerade mal zum Wäscheaufhängen). In den öffentlichen Parks darf auch nicht gegrillt werden. Stattdessen kann man sich für eine Stange voll Geld einen Platz auf einem der vielen Hochhäuser mieten, um sich dort mit Freunden oder Kollegen ausgiebig mit mitgebrachtem Essen maßlos vollzustopfen. Ah, apropos vollstopfen:

Eisbecher bei Milky Way

Oh mein Gott, habe ich viel gegessen. Ich trau‘ mich ja gar nicht, das alles aufzuzählen. Um es kurz zu machen: viele, sehr viele Eisbecher wurden vernichtet und furchtbare Bauchkrämpfe überstanden. Es war wirklich übertrieben. Das Essen ist hier aber auch so verdammt lecker! Und ich bin einfach nur schwach.

Im 43. Stock des Tokyo Dome Hotels – Sky Restaurant & Bar

Am 1. September trennten sich dann schließlich unsere Wege, und während unsere Freunde weiter Richtung Kyoto 京都 zogen, sind Marcel und ich mit dem Flugzeug in den Norden Japans geflogen.

Für den Rest der Zeit sind wir nun also allein im Land der aufgehenden Sonne – keine weiteren Besuche aus Deutschland sind geplant. Ein wenig komisch fühlt es sich an, nun auf keinen Besuch mehr zu warten und sich auch von niemandem erneut verabschieden zu müssen, bis man selber wieder zurück in die Heimat fliegt.

Bilder aus einem Purikura-Automaten プリクラ

Nun beginnt auch der womöglich härteste Teil unseres Auslandsaufenthaltes: eine Fahrradtour von Norden bis nach Süden. Der erste Schritt ist getan und wir sind in der Hauptstadt der nördlichsten Präfektur angekommen: Sapporo 札幌. Von hier sind nun noch einige Trips geplant, bevor wir dann am 5. September mit unseren Falträdern Richtung Süden ziehen werden.

Ich hab‘ etwas Angst, aber hey, irgendwie muss das ganze Eis ja auch wieder wegtrainiert werden!

2 Kommentare

  1. Schlomo
    4. September 2017 / 13:50

    Es war so, so, so schön! Ich vermisse euch jetzt schon schrecklich! 😭 Ich wünsche euch viele tolle Erfahrungen und Erlebnisse auf eurer Reise! ❤️

    PS: unsere Sushi-Augenbrauen… 😂

    • Tiffany ティファニー
      Autor
      4. September 2017 / 17:28

      Ich vermisse euch auch! 😭 Es beruhigt mich noch etwas, dass ihr im selben Land seid, aber ich wünschte, wir könnten zusammen reisen!

      Noch viel Spaß in Kyoto! Grüßt mir die Affen und Rehe ❤️ (Wir haben letztens Füchse gesehen >;D)

      PS: Ich will zu Cookietime 🍪

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