Packliste

 

 

Ich habe lange hin- und her überlegt, was ich einpacke und was nicht. In Japan ist das Wetter ähnlich wie in Deutschland. Das heißt, es gibt die uns bekannten vier Jahreszeiten und ich benötige Kleidung für warme sowie kalte Tage. Da ich allerdings auch vorhabe eine Radtour durch das ganze Land zu machen, ist ein Koffer nicht besonders nützlich um all meine Dinge zu verstauen. Es muss also ein Rucksack her! Am besten ein leichter. Außerdem sollte er auch nicht zu groß sein, damit ich nicht nach einem halben Tag Fahrradfahren schon schlapp mache.

Ich habe viel recherchiert, stundenlang überlegt und ehrlich gesagt, passe ich hier und da immer noch einiges an meiner Liste an.

Das ist normal. Die perfekte Packliste gibt es nicht. Und jede Liste ist anders, angepasst an die eigenen Bedürfnisse.

Ich habe mir allerdings eine Grundregel zum Packen gesetzt:

Warum nimmt man einen Rucksack statt eines Koffers? Um flexibel zu bleiben und seine Sachen schnell bei sich zu haben. Um nicht immer all sein Hab und Gut hinter sich herziehen zu müssen, sondern ganz einfach alles auf den Rücken schnallen zu können.

Wenn der Rucksack zu schwer ist, wird es allerdings schnell anstrengend. Dann verliert der Rucksack seine Vorteile. Deswegen packe ich so leicht, wie es geht und versuche meinen Rucksack bis maximal 10 Kg zu bepacken.

Etwas minimalistischer zu leben als in seinem Alltag kann auch ganz befreiend sein. Ich packe nur Kleidung ein, die ich wirklich gerne anziehe und die zusammenpasst. Das heißt, ich finde immer etwas, in dem ich mich wohlfühle und überlege nicht stundenlang, was ich denn heute anziehen soll. Wenn mir doch irgendwas fehlt, kann ich es ganz einfach nachkaufen. Es bringt nichts, nur für den Fall der Fälle einfach alles einzupacken. Im schlimmsten Fall schleppe ich dann nämlich monatelang etwas mit mir rum, was ich dann doch niemals benötige.

Ich werde meine Packliste auf meiner Reise auch immer wieder aktualisieren. Vor allem, weil ich anfangs nicht alles einpacke, was ich überhaupt benötigen werde. Zu dem Thema komme ich unter dem Punkt Kleidung noch mal zu sprechen.

Ich berichte dann, was ich ausgetauscht oder sogar komplett aussortiert habe.

Ich habe mir während meiner Planungsphase sehr viele Packlisten im Internet angeschaut. Vielleicht hilft meine Packliste dem einen oder anderen auch bei der Entscheidung, was auf der ganz persönlichen Reise wichtig ist.

 

Was nehme ich für ein Jahr mit nach Japan?

Ich starte mit der Auswahl meiner Rucksäcke, komme dann zu meiner Kleidung, meinem Kulturbeutel und meiner kleinen Apotheke, dann geht es weiter mit dem Thema Technik, meinen Dokumenten und sonstigen nützlichen Dinge.

 

Welcher Rucksack passt zu mir?

Ich beginne mit dem Kernstück meiner Ausrüstung: meinem Rucksack. Oder besser gesagt: meinen Rucksäcken. Vorallem am Anfang meiner Reise wird er mein ständiger Begleiter sein; meine kleine Unterkunft, in der sich all mein Hab und Gut wiederfindet.

Deuter Aircontact 40 + 10 SL

Das ist mein Hauptgepäcksstück. Hier verstaue ich meine Kleidung, meine Schuhe, mein Kulturbeutel, meine Dokumente etc.

Warum dieser Rucksack:

Ich habe einen Bürojob und klage deswegen oft über Rückenschmerzen. Ich wollte einen Rucksack, der sich gut tragen lässt und meinen Rücken auch bei längeren Strecken entlastet. Der Deuter Aircontact ist ein sehr langer, schmaler Rucksack, der sich meinem Rücken perfekt anpasst. Hier hat Deuter sehr gut mitgedacht. Es gibt genug Einstellungen, damit der Rucksack richtig sitzt. Er hat auch Hüftflossen. Dadurch wird das Gewicht auf meine Hüften und nicht auf meine Schultern verlagert. Auf meiner Radtour befestige ich diesen Rucksack hauptsächlich auf meinen Gepäckträger. Außerdem ist bei dem Rucksack eine Regenhülle dabei. Besonders praktisch, wenn man monatelang damit auf Fahrradtour ist!

Für diesen Rucksack nehme ich auch noch den Deuter Flight Cover 60 mit. Dieser sorgt für ausreichend Schutz für die Flüge.

 

Fjällräven Kånken

Das ist mein Freizeit-Rucksack. Hier packe ich meine elektronischen Geräte, eine Regenjacke, Wasser und Snacks rein.

Warum dieser Rucksack:

Ich finde diesen Rucksack einfach stylisch! Und obwohl gefühlt jeder Zweite damit rumläuft, liebe ich ihn einfach! Mir war gleich klar, dass ich diesen Rucksack mitnehmen muss. Ich möchte ihn für Freizeit-Aktivitäten nutzen, wenn ich nicht unbedingt einen ergonomischen Rucksack benötige. Ich werde ihn während meiner Radtour auf dem Rücken tragen. Auch für diesen Rucksack nehme ich eine Regenhülle mit (die war allerdings nicht bei dem Rucksack dabei).

 

 

Meine Kleidung

Da ich ab dem 1. Juli in Japan bin und ab September dann auch schon mit meiner Radtour starte, nehme ich anfangs nur Kleidung für wärmere Tage mit, damit ich nicht so viel zu Schleppen habe. Ab Mitte / Ende Dezember möchte ich dann den Rest meiner Zeit in Tokyo verbringen. Dort werde ich mir dann auch noch ein paar warme Pullis besorgen.

Der Punkt, über den ich mir wohl am längsten den Kopf zerbrochen habe, war das Thema Schuhe. Welche Schuhe nehme ich mit? Wenn ich zu viele einpacke, wird mein Rucksack zu schwer. In welchen Schuhe mache ich Sport und welche ziehe ich zu einem Kleid an?

Nach vielen Überlegungen habe ich mich dazu entschlossen zwei Paar Schuhe mitzunehmen. Schwarze Sneaker und knöchelhohe Wanderschuhe.

Die Sneaker sind meine Allrounder: ich kann sie zu Kleidern anziehen, da sie einfach nur schwarz sind und dadurch trotzdem noch elegant wirken. Sie sind trotzdem bequem genug stundenlang in ihnen Städte zu erkunden und vielleicht auch mal darin Joggen zu gehen (da ich sowieso nicht so gerne Joggen gehe, müssen es auch nicht die besten Laufschuhe sein). Außerdem kann ich sie zu jeder Jahreszeit anziehen. Im Sommer wird es evtl. etwas zu heiß in ihnen, aber trotzdem denke ich, dass diese Schuhe der ideale Kompromiss für meine Ansprüche sind.

Die Wanderschuhe nehmen sehr viel Platz für sich ein. Deswegen nehme ich auch nur zwei Paar Schuhe mit. Sie sind knöchelhoch, sehr fest und schwer. Sie sind ideal für Wanderrungen und Bergbesteigungen. Ich wollte sie unbedingt mitnehmen, da ich auch auf den Fuji-san klettern möchte. Außerdem kann ich sie auch im Winter nutzen, wenn es sehr kalt ist. Da meine Wanderschuhe sogar wasserabweisend sind, sind sie für meine Ansprüche perfekt!

Unterwäsche:

  • 2x BH (1x normaler BH, 1x Sport-BH)
  • 10x Unterhose
  • 1x Lange Unterhose
  • 4x Socken (1x lange Wandersocken, 1x dicke Socken, 2x kurze Socken)

Alltagskleidung:

  • 3x Trägershirt
  • 1x Hemd
  • 2x Rock
  • 1x Kleid
  • 1x Straßenschuhe / Sneaker

Wandern / Radfahren / Sport:

  • 1x kurzes Funktionsshirt
  • 2x langes Funktionsshirt
  • 1x Hardshell-Jacke
  • 1x kurze Radhose (eher eine Unterhose mit Polstern)
  • 1x lange Sporthose
  • 1x Wanderhose
  • 1x Regenhose
  • 1x Wanderschuhe
  • 1x Cap
  • 1x Mütze
  • 1x Buff
  • 1x Handschuhe
  • 1x Badeanzug

 

Mein Kulturbeutel und meine Reise-Apotheke

Bei meinen Kosmetikartikeln bin ich ebenfalls sparsam geblieben. Ich packe hier lediglich meine Wimperntusche ein. Im Alltag benutze ich sowieso nicht so viel mehr und wenn ich mal auf etwas anderes Lust habe, kaufe ich es mir einfach vor Ort.

In meiner Reise-Apotheke befinden sich nur die Medikamente, die ich oft und sofort benötige. Auch hier gilt ansonsten wieder: der Rest wird einfach gekauft, wenn er benötigt wird.

Kulturbeutel:

  • Wash Center Lite II – Kulturbeutel zum Aufhängen von Deuter
  • Zahnbürste
  • Zahnpasta
  • Zahnseide
  • Shampoo
  • Seife
  • Deo
  • Bürste
  • Creme
  • Sonnencreme
  • Wimperntusche
  • Kleines Nageletui
  • Taschentücher
  • Haargummis
  • Rasierer
  • Wattestäbchen
  • Brillenputztücher
  • Frauen-Hygiene-Artikel

Reise-Apotheke:

  • Kohletabletten
  • Schmerztabletten
  • Pflaster
  • Sonstige alltägliche Arzneimittel

 

Meine elektronischen Geräte

Im digitalen Zeitalter ist es kein Wunder, dass die elektronischen Geräte dein ständiger Begleiter sind. Komplett ohne die kleinen technischen Wunder möchte ich auch gar nicht in die Welt losziehen. Wie soll ich sonst meinen Blog weiterschreiben oder Fotos schießen? Worüber höre ich meine Musik oder bleibe im Kontakt mit meiner Familie und meinen Freunden in Deutschland?

Allerdings versuche ich auch hier meinem Motto treu zu bleiben und habe mich auf die wichtigsten Helferlein konzentriert.

Ich nehme beispielsweise keine riesige DSLR-Kamera mit, sondern eine Kompaktkamera, mit der ich trotzdem sehr gute Fotos schießen kann.

Ich nehme übrigens keinen Laptop mit. Stattdessen ist mein iPad Pro mein treuer Begleiter. Zusammen mit dem Smart Keyboard und dem Apple Pencil lässt sich das iPad so vielseitig verwenden! Deswegen bleiben auch meine Skizzenbücher und mein Aquarellkasten zu Hause. Ich benutze einfach mein iPad um mich kreativ auszudrücken. Auch meinen Kindle lasse ich in Deutschland. Wenn ich lesen möchte, mache ich das über die Kindle-App auf meinem iPhone oder iPad.

(Um fair zu bleiben: Marcel nimmt einen Laptop mit und ich werde diesen sicherlich auch hin und wieder benutzen.)

  • iPhone 7
  • Kopfhörer
  • iPad Pro
  • Smart Keyboad (Tastatur) für das iPad Pro
  • Apple Pencil (Stift) für das iPad Pro
  • Schutzhülle für das iPad Pro
  • Canon Powershot G7 X Mark II
  • GoPro Hero 4 Silver
  • Speicherkarten
  • Kameratasche
  • GorillaPod
  • Powerbank
  • Ladekabel für die Geräte
  • Adapter für die Steckdose
  • Steckerleiste

 

Wichtige Dokumente

Auch wenn alles in unserer Welt immer digitaler wird, ist es wichtig ein paar Dokumente auch noch physisch bei sich zu haben. Alle wichtigen Unterlagen habe ich in einer Mappe zusammengefasst, damit ich auch offline immer darauf Zugriff habe.

Natürlich habe ich trotzdem auch alles nochmal digital abgespeichert.

  • Reisepass
  • Impfpass
  • Zeugnisse
  • Lebenslauf
  • Unterlagen der Auslandskrankenversicherung
  • Mappe mit allen Unterlagen in Kopie. Außerdem finden sich hier auch noch weitere Unterlagen zu unseren gebuchten Flügen, Unterkünften, Reiserouten etc.

 

Weitere nützliche Dinge

Hier zähle ich noch die Dinge auf, die in keine der anderen Kategorien so recht reinpasst, für mich aber trotzdem sehr wichtig sind.

Obwohl ich versuche so leicht wie möglich zu reisen, habe ich ein dickes Buch bei mir: Die Kanji lernen und behalten Band 1 (Band 2. lass ich mir dann nach Japan per Post schicken, wenn ich den ersten Teil durch habe). Leider gibt es dieses Buch nicht als eBook. Da ich aber trotzdem während meiner Reise weiter Kanji lernen möchte, nehme ich es trotzdem mit.

  • Fahrradschloss
  • Trinkflasche
  • Sonnenbrille
  • Brille / Kontaktlinsen
  • Notizbuch
  • Stifte
  • Ohrstöpsel
  • Portmonee
  • Die Kanji lernen und behalten Band 1
  • Sarong
  • Zip-Beutel für Flüge
  • Wasserdichte Beutel für Elektronik und Bücher
  • Werkzeug und Ersatzreifen für’s Fahrrad

 

Das ist meine Packliste! Aber eine Sache nehme ich noch mit: mein Fahrrad!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.